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24. November 2022

Steuergeld für das Stift Klosterneuburg

Das Stift Klosterneuburg hat in den letzten Jahren zig Millionen EUR für den Ankauf von Grundstücken ausgegeben, aber zur aktuellen Sanierung des Stiftsgebäudes müssen die Steuerzahler 2 Millionen EUR beisteuern.

Das Stift Klosterneuburg hat nicht nur das Areal der ehemaligen Magdeburgkaserne um etwa 9 Millionen EUR und ein Betriebsgebiet in Salzburg um 23,6 Millionen EUR sondern auch Grundstücke in Wien gekauft.

Die aktuelle Sanierung des Stifts kostet angeblich 5,5 Millionen EUR; das Stift hat aber angeblich nur Eigenmittel von 1,9 Millionen EUR. Daher werden die Steuerzahler zur Kasse gebeten: An den Baukosten beteiligt sich das Land Niederösterreich mit 25%, der Bund mit 10 % und die Stadtgemeinde Klosterneuburg mit 1%. Die Steuerzahler finanzieren somit insgesamt 36 % der Sanierungskosten, das sind etwa 2 Millionen EUR.

Anlässlich des Kaufes von 73.000 Quadratmeter Gewerbegrund in Salzburg hatte der Stiftssprecher wieder einmal erklärt: „Immobilien sind ein Standbein des Stifts, um seine religiösen, kulturellen und sozialen Aufgaben durchführen zu können.“ FPÖ – Stadtrat Dr. Josef Pitschko kommentierte sarkastisch: „Offensichtlich hat das stiftliche Standbein Lähmungserscheinungen seit dem spekulativen Kauf des Kasernenareals um 9 Millionen EUR. Das Stift als größter Grundstücksspekulant Klosterneuburgs hat wohl mit einer schnellen Umwidmung des Bauland-Sondergebiet/Kaserne in Wohngebiet und der zügigen Errichtung von 1.100 Wohnungen spekuliert, damit der schnöde Mammon aus den Baurechtszinsen möglichst bald die klerikalen Schatullen zum Bersten bringt.“

ÖVP – Wirtschaftsstadtrat Kaufmann verteidigte die Subventionen an das Stift Klosterneuburg, zumal zuvor die ebenfalls im Wahlkampf befindliche ÖVP-Landeshauptfrau medienwirksam die Landessubvention präsentiert hatte: „Die Touristen kommen wegen des Stifts nach Klosterneuburg!“ Daraufhin ätzte FPÖ – Stadtrat Dr. Josef Pitschko: „Danke für die offenen Worte. Damit hat der Wirtschaftsstadtrat zugegeben, dass die Touristen nicht wegen seines teuren Stadtmarketings kommen.“ 

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